[SAGE-MUC] Folien vom Vortrag "Linux HA 2" online

Michael Schwartzkopff misch at multinet.de
Mi Jul 16 09:30:24 CEST 2008


Am Mittwoch, 16. Juli 2008 09:01 schrieb Joerg Mertin:
> Interessanter Vortrag ...
>
> allerdings habe ich mal eine Frage - hauptsaechlich zu Datenbanken..
> Ich habe vor Jahren mal (2000) so ein System selbst aufgestellt,
> meinen eigenen Watchdaemon geschreiben, der auch die VIP/Mac
> umwandelt, und den remote Rechner ueber Serielle Schnittstelle
> ausschaltet - zumindest das Netzwerkinterface, und wenn das nicht geht
> - wird ueber die 2te Serielle die UPS angehalten - dem System den
> Strom abzuschalten (ich weis - hardcore - aber Business Verlangts).
>
> Das einzige Problem dass ich damals allerdings hatte - war es die
> Datenbanken in Sync zu halten.
> Ich hatte damals den selbst-replikationsmodus von MySQL verwendet
> gehabt.
> Zu testzwecken hatte ich auch Postgres eingesetzt um das Verhalten zu
> testen - allerdings habe ich festgestellt, das in 1 Fall von 8 - die
> Replikation nicht zuverlaessig funktionniert hat,
> Zumindest meistens dann wenn waehrend der Replikation ein problem
> auftrat.
>
> Gibt es mittlerweile methoden den Sync-Zustand der Datenbanken
> wirklich sauber und korrekt zu halten ?
>
> Thx
> Joerg

Hallo,

die Philosophie von heartbeat an dieser Stelle ist, dass die Applikation 
selbst NICHTS vom Cluster weiss. Für eine Datenbank heisst das, dass sie nur 
auf einem Rechner läuft und die Daten auf einem Medium / Partition 
gespeichert werden, auf die beide Rechner Zugriff haben. Also keine 
Master/Slave Konfiguration.

Im Falle des Failover fährt der (bisher) aktive Rechner die 
Datenbankapplikation und schließt die Partition (umount). Der andere hängt 
die Partition ein und startet die Datenbank, die jetzt auf dem bisherigen 
Datenbestand aufsetzt und einfach weitermacht. Offene Transaktionen gehen 
natürlich flöten ...

Das ist zwar zeimlich einfach und im Falle eines unsauberen Herunterfahrens 
(STONITH) auch nicht 100% zuverlässig. Aber Linux-HA hat den Vorteil, dass 
man damit JEDE Applikation hochverfügbar anbieten kann. Wenn nur die 
Datenbank benötigt wird, gibt vieleicht eine bessere Clusterlösung innerhalb 
der Applikation. Für PostgreSQL kenne ich z.B. Cybercluster:
http://www.postgresql.at/pr_cybercluster.html

Aber solche Lösungen haben halt den Nachteil, dass sie immer nur eine 
Appliaktion clustern können, diese eine dafür meist besser als Linux-HA.

Jeder IT-Architekt muss sich dann heraussuchen, was optimal für das eigene 
Projekt ist.

Grüße,

-- 
Dr. Michael Schwartzkopff
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