[sage] Linux: Virtual Disk online resize ohne LVM - langzeitstabil ?

Peer Heinlein p.heinlein at heinlein-support.de
Sun Jul 17 12:55:39 CEST 2011


Am Freitag, 15. Juli 2011, 21:58:31 schrieb Winfried Büchert:

> Ich hab hier mal einen Vergleich. Es ist zweimal die gleiche
> Partition, frisch angelegtes Dateisystem, frisch kopiert mit den
> gleichen Daten, grosse DB-Dateien, typisch für meine Babys:

Also Dateisysteme kann/sollte man nie auf "frischen" Partitionen testen. 
Auch was read/write-Leistung angeht gibt es große Unterschiede ob eine 
Partiton formatiert und dann mit bonnie u.a. beschossen wird, oder ob 
sie vorher wirklich Alltagsmalträtiert wurde und man dann testet, was 
noch geht. Insb. eben wenn es auch um Fragmentierungen etc. geht können 
verschiedene Dateisysteme ihre Stärken auf frischen Partitionen 
natürlich gar nicht ausspielen, bzw. eben ihre Schwächen zeigen. Hier 
sollte man vorher zumindest ein *ziemlich* umfangreiches bonnie-Programm 
durchlaufen lassen, was insb. den ganzen Kram auch mal bei 90% Füllstand 
durchzieht. Auf einer leeren Partition ohne Platzprobleme 
(Fragmentierung!) mit saubert der Reihe nach angelegten Daten ist jeder 
schnell.

> muc1mig1:~ # time reiserfsck -y -f --fix-fixable
> /dev/mapper/u05-part1
> 
> real    0m16.028s
> user    0m5.072s
> sys     0m1.420s
> 
> Also etwa 22s

Also abgesehen davon, daß es mir piepegal ist, wie kurz ein fsck dauert, 
wenn anschließend die Platte nachweisbar weiterhin korrupt ist. Siehe 
meine Mail dazu. In dieser Qualität sind dann auch 22s ziemlich lang -- 
da baue ich dir auch ein fsck, daß beliebige TByte-Partitionen in 1s 
durchzieht. Solange am Ende weiterhin nichts funktionieren muß...

So. Und abgesehen davon frage ich mich natürlich, wie ein gründliches 
fsck ablaufen soll, wenn fsck schon aufgrund des Datenvolumens 
mathematisch unmöglich (fast) alle Sektoren der Platte eingelesen und 
sich angeschaut haben kann.

Also, vieleicht unterschätze ich Deine I/O-Leistung und Dein Testsystem 
bringt tatsächlich > 5 Gbyte pro Sekunde. Aber in 22 Sekunden kann man 
unter normalen Umständen keine mehrere zehn/hundert GByte große 
Partition einlesen, geschweige den scannen und verarbeiten. das ist doch 
offensichtlich, daß gar nicht umfassend geprüft wurde und damit auch 
jede Zeitmessung zwischen beiden Verfahren ganz offensichtlich keine 
Aussagekraft hat. Es kann ja hier nicht darum gehen, wer eine 
vergleichbare Aufgabe schneller erledigt hat. Es müssen hier doch ganz 
zwei verschiedene Vorgänge in zwei verschiedenen Qualitäten 
stattgefunden haben. 

Die 22 Sekunden sind ein netter Quickcheck, kein fsck. Und der 
Quickcheck ist noch nicht mal irgendwie zuverlässig.  Die Daten sind weg 
aber dafür war fsck der Geschwindigkeitssieger. Prima Taktik.


Peer


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